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Crowdsourcing: Innovatives Geschäfts­modell oder Früh­kapitalismus 4.0?

In der Debatte um die Digitalisierung der Arbeit wird immer wieder über Crowd-Sourcing diskutiert. Für die einen sind Onlinemarktplätze innovative Geschäftsmodelle, für die anderen ein Rückfall in frühkapitalistische Arbeitsverhältnisse.

In dem jüngsten Newsletter meines Berufsverbands, Allianz deutscher Designer (AGD), fand ich einen interessanten Link zu Arbeiten in der Wolke, einer Veranstaltung des Munich Center For Internet Research (MCIR). Der Podiumsdiskussion ging ein etwa 25-minütiger Vortrag von Prof. Dr. Martin Risak (Universität Wien) voraus, der sich vor allem mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen von Crowd-Sourcing befasste. Nach Risak ähnelt die Plattformökonomie einem „Spotmarkt für Arbeit, bei dem nur bezahlt wird, was auch tatsächlich in Anspruch genommen wird. Damit erodiert der Schutz des Arbeitsrechts…durch die Atomisierung früher durchgängiger Vertragsbedingungen…“. Sein Satz „Prekariat ist kein innovatives Geschäftsmodell“ bringt es auf den Punkt.

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Meine jüngste Kritik an einer Crowd­sourcing-Plattform

Mit dem Satz „Mitmachen lohnt sich!“ hatten Sie die Mitglieder dieser Gruppe [Design Thinking auf Xing] zur Teilnahme an Ihrem Wettbewerb [„Ideenwettbewerb zu Recruitieren im digitalen Zeitalter“] ermuntert und den drei besten Ideen je 1.000 Euro „als Prämie“ versprochen.

Mir ist nicht so ganz klar, inwiefern sich „Mitmachen lohnt“? Und für wen?

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