Bilder lesen

Bilder lassen sich genauso lesen wie Texte. Wie in der geschriebenen Sprache folgt ihre Grammatik syntaktischen (Aussehen/Struktur), semantischen (Inhalt/Bedeutung) und pragmatischen (Zweck/Wirkung) Konventionen. Oder anders ausgedrückt: Um die visuelle Sprache verstehen zu können, müssen wir genau hinschauen.

Charles W. Morris beschreibt in seiner Zeichentheorie das, für die Semiotik fundamentale, triadische Modell aus Syntaktik, Semantik und Pragmatik.

Charles W. Morris: Foundations of the Theory of Signs, 1938

Neben neueren Theorien der Bildsemiotik ist Morris‘ Modell immer noch ein bewährtes Mittel zur Analyse von Zeichen und Bildern. Am einfachsten lässt sich das an einem praktischen Beispiel zeigen, das wir alle kennen:

Verkehrsampel

Rot (Syntaktik)
Stopp (Semantik)
Stehenbleiben (Pragmatik)

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